Salzgitter Volkstriathlon zur SFS Salzgitter

15. Volkstriathlon 2011
Sonntag, 21. August 2011

Presseberichte der Salzgitter-Zeitung

15. Volkstriathlon

Markus Weinmann gewinnt im dritten Anlauf
Ideale Bedingungen bescheren dem Salzgitter Volkstriathlon rekordverdächtige Zahlen

Von Dennis Lendeckel

LEBENSTEDT. "Mit dem Sieg hätte ich nicht gerechnet, aber heute hat von Anfang an alles gepasst", freute sich Markus Weinmann aus Goslar nach seinem Sieg bei der 15. Auflage des Salzgitter Volkstriathlon. Zum dritten Mal startete Weinmann in Salzgitter und zum dritten Mal gelang ihm der Sprung aufs Treppchen. Jedoch nach jeweils Platz zwei in den vergangenen beiden Jahren war es dieses Mal der ganz große Wurf.

Dabei führte der Zieleinlauf die Zuschauer leicht in die Irre. Als Erster überquerte Felix Haupt aus Hohenhameln die Linie. Doch aufgrund des großen Teilnehmerfeldes von insgesamt 355 Sportlerinnen und Sportlern wurde in zwei Gruppen gestartet. Die zweite Startgruppe stürzte sich fünf Minuten zeitverzögert in die Fluten des 19,8 Grad Celsius warmen Salzgittersees, darunter Markus Weinmann.

Und so war auch für den Vizemeister der Vorjahre erst später klar, dass er die mit Abstand schnellste Zeit aufwies. Die hatte es in sich. Eine Stunde, zwei Minuten und 34 Sekunden benötigte der 48-Jährige für 500 Meter Schwimmen, 25 Kilometer auf dem Rad und 5,4 Kilometer im Laufschritt um den See herum. Rekordverdächtig, denn die Geschichtsbücher konnten auf den ersten Blick diese Marke nicht unterbieten.

"Es herrschten optimale Bedingungen, und als ich aus dem Wasser raus bin, hieß es nur noch, Rübe runter, durchtreten und überholen", beschrieb Weinmann den Rennverlauf aus seiner Sicht. Auf dem Rad legte er einen Parforce-Ritt hin. Eine ganze Minute schneller als der zweitbeste Radfahrer war Weinmann, der kurz vor dem letzten Wechsel virtuell in Führung ging. Den Vorsprung baute er auf der Laufstrecke noch bis auf 42 Sekunden aus.

"Respekt vor dieser Leistung in dem Alter", gratulierte Felix Haupt fair. Der 22-Jährige wurde am Ende Dritter. "Da haben es die alten Hasen den jungen Wilden gezeigt", fügte Haupt hinzu, der mit seinem Team aus Darmstadt gerade die 2. Bundesliga Süd gewonnen hatte. Der zweite alte Hase war Rudolf Wächter aus Fallersleben, der wie der Sieger in der Altersklasse O 45 angesiedelt ist.
Ebenfalls aus Fallersleben kam die schnellste Frau des Feldes. Ines Roessler brauchte 1:15:22 für den Kurs und hatte fast drei Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Martina Kelsch aus Wolfsburg.

Bei den Staffeln setzte sich fast erwartungsgemäß "Das Tretlager" durch. Henriette Schmitz (Schwimmen), Olaf Eschemann (Rad) und Christoph Gerbershagen fügten ihrer langen Siegesserie ein weiteres Kapitel hinzu.

Bester Salzgitteraner wurde Sven Alex. Mittlerweile ist der Badenser 20 Jahre jung und steigerte sich wie jedes Jahr zuvor. Sein persönlicher Salzgittersee-Rekord steht seit Sonntag bei 1:06:40. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und Platz sechs im Gesamtklassement", jubelte der sympathische Blondschopf im Ziel. Mit Ausschlag gebend für die Rekordzeiten war die komplett gesperrte Radstrecke. "Dass wir ohne normalen Straßenverkehr fahren konnten, war perfekt, man konnte sich ganz auf sich konzentrieren", lobte Alex das Organisationsteam der Sport und Freizeit Salzgitter GmbH.

Und in der Tat, Sieger Markus Weinmann benötigte in seiner Paradedisziplin fast zwei Minuten weniger als im Vorjahr. Ein ganz klares Indiz für den kausalen Zusammenhang mit der Sperrung. Wann darf Salzgitter bei Sven Alex´ toller Entwicklung mit einem Heimsieg rechnen? "Ich sage mal einfach, wenn ich 25 bin und das Schwimmen verbessert habe", lachte der Südstädter wohl wissend, dass immer die Tagesform passen muss und die Konkurrenz nicht schläft.

Beim ersten Mal tut es noch weh

Katharina Brendecke fühlte sich kurzzeitig fehl am Platz, findet aber das Ziel

Von Dennis Lendeckel

LEBENSTEDT. Es war ihre Triathlon-Premiere, die mit großen Augen begann und mit großer Erleichterung endete. Katharina Brendecke aus Almstedt starrte beinahe ungläubig auf die professionelle Radausrüstung der übrigen Teilnehmer beim Salzgitter Volkstriathlon.
"Mein Rennrad ist 25 Jahre alt, damit fühlte ich mich ein wenig fehl am Platz, als ich die High-Tech-Geräte gesehen habe", beschreibt die 35-jährige Bedienstete der Stadt Salzgitter ihre ersten Eindrücke. Doch nach dem Start war das Material ziemlich egal, es ging nur um das Durchhalten und Ankommen.

Und das schaffte Brendecke mit Bravour. "Die einzelnen Disziplinen habe ich alle schon ausprobiert, aber die Kombination in einem einzigen Wettkampf war eine ganz neue Herausforderung für mich, darum habe ich mich angemeldet", verriet sie ihre Motivation.
Auch wenn es körperlich sehr anstrengend war und sie als 48. von 51 Starterinnen das Ziel erreichte, hat Brendecke Blut geleckt. "Das hat Lust auf mehr gemacht, das war bestimmt nicht mein letzter Triathlon, meinte die 35-Jährige.

Davon konnte auch Arne Heuschmann ein Lied singen. Der Bezirksdirektor des Sponsors, Öffentliche Versicherung Braunschweig, trat in der Staffel selbst kräftig in die Pedale. "Ich habe die Länge etwas unterschätzt und meine Kräfte nicht hundertprozentig eingeteilt, aber die Anfeuerung der Zuschauer in Lesse, Reppner und Lebenstedt war phänomenal und hat sehr geholfen", war Heuschmann beeindruckt. Ein besonderes Lob stellte er der städtischen Sport und Freizeit GmbH aus, die eine rundum gelungene sportliche Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte.

Splitter

Triathlon grenzenlos: Gleich drei Teilnehmer hatten eine besonders weite Rückreise vom Triathlon. Christian Mayer aus dem österreichischen St. Pölten sowie Lorenz und Anja Winkel aus dem niederländischen Arkel brachten internationales Flair zum Triathlon. "Die flache Radstrecke war ungewohnt für mich, aber es war ein super Wettkampf", war der 18 Jahre junge Mayer angetan von seinem Besuch in Salzgitter und Umgebung.

Ruhige Schicht: Die Einsatzkräfte der DLRG und des DRK hatten einen geruhsamen Tag. Nur ein einziger Teilnehmer wurde mit Kreislaufproblemen aufgenommen und zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Schnupperkurs: Minderjährige Teilnehmer durften aufgrund des Reglements nicht am Triathlon teilnehmen. Für sie und für alle, die sich keinen ganzen Triathlon zutrauten, wurde erstmals ein Swim and Run ausgetragen. 16 Teilnehmer stellten sich dieser Aufgabe. Bei den Männern gewann Peter Stock aus Heere, bei den Frauen Jessica Koch aus Oker.

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