Salzgitter Volkstriathlon zur SFS Salzgitter

Triathlon 2009
Samstag, 8. August 2009

Salzgitter-Zeitung vom 10.08.2009 – Lesen Sie den ganzen Artikel als PDF

Jan Poguntke stürmt bei Premiere zum Sieg

Wolfsburger gewinnt 13. Auflage trotz zuvor nicht eingehaltener Nachtruhe - Andrea Weyerer vom AST Süßen schnellste Frau

Von Dennis Lendeckel

StartLEBENSTEDT. Kaum hatte Jan Poguntke vom VfL Wolfsburg nach 63:49 Minuten die Ziellinie des 13. Salzgitter Volkstriathlons überquert, sprang er ins kühle Nass des Sees, um der Hitze zu entkommen. "Zwei oder drei Grad weniger wäre optimal gewesen, aber mit meinem Wettkampf bin ich sehr zufrieden" , freute sich der Sieger, dem das Glück in diesem Jahr noch nicht besonders hold war. Von seinen vier vorangegangenen Wettkämpfen musste er zwei mit technischem Defekt am Rad oder gesundheitlich angeschlagen aufgeben.

Umso besser verlief die Premiere des 29-Jährigen in Salzgitter. Nach 500 Metern Schwimmen stieg er als Vierter aus dem Wasser. Auf dem 25 Kilometer langen Radkurs arbeitete sich Poguntke auf Platz zwei vor, ehe er als ehemaliger Leichtathlet auf die 5,4 Kilometer lange Laufstrecke rund um den See ging. In seiner Paradedisziplin holte er nach zwei Kilometern den führenden Markus Weinmann aus Echterdingen ein und ließ dem gesamten Verfolgerfeld keine Chance. Noch am Abend zuvor hatte Poguntke mit dem Fußballmeister aus Wolfsburg, bei dessen Hauptverein er angestellt ist, den gelungenen Auftakt in die neue Saison gefeiert und dabei die pünktliche Nachtruhe vor dem Triathlon verpasst.

Auf den Plätzen folgten Weinmann (65:13) und Felix Welzel aus Braunschweig (65:20), der 14 Sekunden vor Titelverteidiger Christian Siedlitzki ins Ziel rannte. Bei den Frauen holte sich Andrea Weyerer vom AST Süßen (74:24) als Schnellste den Pokal.

Insgesamt 335 Teilnehmer - darunter 24 Staffeln - begrüßte Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Mit dem neuen Teilnehmerrekord hatte die ausrichtende Sport und Freizeit GmbH im Vorfeld nicht gerechnet, aber dank des ausgezeichneten Wetters drängten sich in der Reppnerschen Bucht mehr Aktive als jemals zuvor.

"Beim Massenstart habe ich schon ein paar Tritte im Wasser abbekommen, aber das ist völlig normal", beschrieb Volker Heinemann aus Lebenstedt, wie der Wettkampf aus der Perspektive eines Athleten aussieht. Bereits zum siebten Mal nahm der 46-Jährige an seinem Heimrennen teil. Besonders bemerkenswert: Noch vor acht Wochen lag Heinemann auf dem OP-Tisch und konnte erst vor sechs Wochen wieder ins Training einsteigen. Die tägliche Vorbereitung zahlte sich für ihn aus. Mit seiner Zeit von 1:17:15 war der gebürtige Salzgitteraner überaus zufrieden. "Ich war fünf Minuten schneller als zuletzt 2007" , war Heinemann stolz auf seine Leistung. Nächstes Jahr plant der 46-Jährige, dessen stärkste Disziplin das Schwimmen ist, neben dem erneuten Start beim Heimrennen in Lebenstedt eine Teilnahme am Iron Man in Roth.