Salzgitter Volkstriathlon zur SFS Salzgitter

11. Salzgitter Volkstriathlon 2007

Sportler im Kampf gegen die Naturgewalt

204 Starter trotzen dem starken Wind – Sieger schafft zweitbeste Zeit in der Geschichte des Salzgitter Volkstriathlons

LEBENSTEDT. „Der Wind war brutal, es waren sehr harte Bedingungen“, fasste Thorsten Ullrich kurz nach der Zielankunft das Rennen aus seiner Sicht zusammen, das er mit 2:16 Minuten Vorsprung und der zweitbesten jemals in Salzgitter erzielten Zeit bei der 11. Auflage des von der Nord/LB präsentierten Volkstriathlon gewann.

Der Athlet vom "Tri-Team Königslutter" kam 6:18 Minuten nach dem Startschuss durch Oberbürgermeister Frank Klingebiel als Zweiter nach 500 Metern Schwimmen aus dem 18,4 Grad Celsius kalten Wasser des Salzgittersees, schwang sich auf sein Rad und kehrte als Führender mit der Bestzeit von 37:28 Minuten über die 25 Kilometer zum letzten Disziplinenwechsel zurück. Auch beim Laufen über 5,4 Kilometer rund um den Salzgittersee erzielte Ullrich mit 19:31 Minuten die Bestzeit und sicherte sich verdient nach 63:17 Minuten den Pokal.

Ihm folgte auf Platz zwei der schnellste Schwimmer des Feldes, Guido Jung vom Triathlon Team Braunschweig und auf Platz drei Christian Siedlitzki von der SG Bremen-Findorff. Schnellste Amazone wurde Alexandra Brandes aus Wolfenbüttel.

Von den zwanzig gestarteten Staffeln erreichte die gemixte Truppe mit der Salzgitteranerin Henriette Ismer (Schwimmen), Christoph Gerbershagen (Rad) und Klaus-Peter Hertel (Laufen) mit über neun Minuten Vorsprung als Erste den roten Zielstrich. Zusammen waren sie aber erstaunlicherweise über vier Minuten langsamer als der Einzelsieger.

Aus Salzgitteraner Sicht äußerst reizvoll war das Familienduell zwischen Jörg Alex und seinem Sohn Sven. Im vergangenen Jahr hatte der Vater familienintern triumphiert, durch das umfangreiche Training wollte der Filius diesmal den Spieß umdrehen. Die Chancen dafür standen günstig, hatte Sven Alex nach seiner persönlich schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, gerade einmal 27 Sekunden Rückstand. „Ich war selbst überrascht, wie gut es beim Schwimmen lief“, verriet der 16-jährige aus Salzgitter Bad. Beim anschließenden Radfahren verlor er aber deutlich an Boden. „Ich hab mich gefühlt, als ob ich stehe, in der zweiten Runde ging einfach gar nichts mehr“, zeigte sich der Schüler enttäuscht und vom stürmischen Wind geschafft. Auf der Laufstrecke war keine Verbesserung mehr möglich und so wurden es am Ende sechs Minuten Rückstand auf Papa Jörg.

„Der Wind war gewaltig“, bestätigte der 44-jährige, dem es nach eigenen Angaben trotzdem unheimlich Spaß gemacht hat. Etwas durchgefroren sei er dem nassen Element entstiegen und habe fast eine Viertelstunde gebraucht, um auf dem Rad warm zu werden. Dann ging seine Aufholjagd los. Zwölf Plätze machte er auf dem Rad gut und beim Laufen weitere sieben Positionen. Mit einer Zeit von insgesamt 1:24:24 Stunden überquerte Alex als 65. die Ziellinie. „Im nächsten Jahr sind wir natürlich wieder dabei, dann will ich meinen Vater toppen“, gibt Sohn Sven die Marschroute vor. Ganz leer ging er aber nicht aus. Als Zweiter seiner Altersklasse bekam er bei der Siegerehrung eine Urkunde überreicht.

Die Siegerinnen und Sieger erhielten dazu schicke Pokale aus den Händen von Ortsbürgermeister Uwe Cyron, Jürgen Künnecke vom Hauptsponsor Nord/LB und Jonny Busch vom Sponsor BKK Salzgitter. „Es wird kein zweites Mal geben“, resümierte Walter Strauß, Geschäftsführer der städtischen Sport und Freizeit GmbH, die mit Hilfe des altbewährten Organisationskomitees den Volkstriathlon zum ersten Mal veranstaltete. Damit meinte Strauß aber nur seine eigene Teilnahme und nicht das Ende der Dreikampf-Ära in Salzgitter, die weiterhin fester Bestandteil der kommunalen Veranstaltungen bleiben wird. Als Startschwimmer landete er zusammen mit Daniel Keune und Carina Meyer auf einem tollen dritten Rang, weit vor der Staffel von Bürgermeister Stefan Klein.